SELBSTVERTEIDIGUNGSTRAINING
ZORA Berlin
**SELBSTVERTEIDIGUNGSTRAINING**
Vor kurzem ist der sexuelle Missbrauch eines 16-jährigen kurdisch-alevitischen Mädchens in einem Neuköllner Jugendzentrum bekannt geworden. Das ist kein Einzelfall, sondern Teil der ansteigenden massiven sexuellen Gewalt, der junge Frauen jeden Tag ausgesetzt sind.
Diese Gewalt wird totgeschwiegen, vom Staat, den Medien und in der Gesellschaft. Auch die spezifische sexualisierte Gewalt die migrantische Frauen und insbesondere - wie auch in diesem Fall - alevitische und ezidische Frauen erleben* wird nicht thematisiert. Anstatt neue, angepasste Schutzkonzepte auszuarbeiten, Präventions- und Bildungsangebote zu schaffen und zu fördern, kürzt der Berliner Senat Jahr für Jahr Gelder für Gewaltschutz sowie Kinder- und Jugendarbeit! Wir fordern, dass Verantwortung übernommen wird, wir brauchen Strukturen, die uns schützen und stärken:
Dieser Staat schützt uns nicht - meine Schwestern schützen mich!
Wir brauchen Räume in denen wir uns als junge Frauen vernetzen und gegenseitig stärken können. Wir wissen auch, dass es wichtig ist, uns als junge Frauen und Mädchen verteidigen zu können. Wir wollen uns mutig und selbstbewusst in unseren Kiezen dafür einsetzen, dass sie sichere und lebenswerte Orte für alle Menschen sind: Wir wollen einen kollektiven Kampf führen, um Veränderungen in der Gesellschaft herbeizuführen! Deshalb laden wir alle Mädchen, Frauen und Nichtbinären Personen zu einem offenen Selbstverteidigungstraining am 11. April auf dem Tempelhofer Feld ein! Lasst uns gemeinsam über Selbstverteidigung lernen und gemeinsam auch am 1. Mai auf der Straße stehen, gegen Gewalt an Frauen und für eine Stadt in der wir ohne Angst vor patriarchaler Gewalt leben können!
Hilfetelefon: 116 016